Blindenbesuch in den 3. und 4. Klassen

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„Ein blinder Besuch“ – Bericht von Emma Sturm aus der Klasse 3/4b

Passend zum Thema „das Auge“ des Heimat- und Sachunterrichts hatten die 3. und 4. Klassen am Montag, den 07. 03.2016, Besuch von Frau Maria-Luise Schiegg.

Das Besondere an Frau Schiegg ist, dass sie blind geworden ist.

Sie hat uns viel über Blindheit erzählt. Zum Beispiel, dass es für Blinde sprechende Küchenwaagen oder Uhren gibt. Wenn man einen Geldschein bestimmen will, gibt es ein weißes Gerät, in das man dein Schein einlegt. Je nachdem, wie weit er dann heraushängt, weiß der Blinde, was es für ein Geldschein ist. Blinde Menschen können auch ganz normale Gesellschaftsspiele spielen, wie „Mensch ärgere dich nicht“ oder „UNO“. Dazu musst du deinem blinden Mitspieler immer sagen, was für eine Karte du hinlegst. So weiß er, was er danach hinlegen kann. UNO-UNO ist sogar das Lieblingsspiel von Frau Schiegg und ihrer Familie.

Blinde können auch lesen, denn es gibt eine Blindenschrift. Diese spezielle Schrift ist eine sogenannte „Pünktchenschrift“. Der Franzose Louis Braille (1809-1852) erfand das nach ihm benannte Punktschriftsystem für Blinde, die Brailleschrift. Man muss nur mit den Fingern über das Blatt mit den hervorstehenden Pünktchen fahren, dann weiß man, was es für Buchstaben sind. Ein ganz normales Taschenbuch für ca. 5 Euro gibt es mit dem gleichen Text in Blindenschrift für 100 Euro zu kaufen! Nach ihrem Vortrag schrieb Frau Schiegg auf ihrer speziellen Schreibmaschine in Blindenschrift, den Namen von jedem Kind in der Klasse, auf ein kleines Kärtchen. Dies war als Andenken für jeden Schüler gedacht.

Alle 3. und 4. Klassen sagen herzlichen Dank für den Besuch von Frau Maria-Luise Schiegg und Ihre Begleiterin.

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