Allgäuer Zeitung

  1. Winter - Was hat der Katastrophenalarm in einigen Landkreisen Bayerns mit dem Schneefall in Sonthofen zu tun? Die Frage treibt Paul Boos aus der Oberallgäuer Kreisstadt und auch andere Menschen um, die Anfang der Woche bei der Hypovereinsbank in Sonthofen Geld abheben wollten. Die Bank hatte zwei Tage zu, um ihre Kunden nicht zu gefährden. Sogar der Vorraum, wo die Automaten für Geld, Kontoauszüge und Überweisungen stehen, war aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Nicht nachvollziehbar findet das Paul Boos: „Alle Geschäfte und Gaststätten ringsum und auch die Sparkasse hatten geöffnet, da komme ich mit der Schließung der Hypo nicht mehr mit.“ Pikanterweise hatte sogar die Hypovereinsbank im tendenziell schneereicheren Oberstdorf geöffnet. 
    Wie die Bank die Schließung argumentiert, erfahren Sie in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung vom 18.01.2019. Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie
  2. Wetter - Der Januar 2019 hat in Südbayern neue Rekordwerte aufgestellt. An sechs Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes, unter anderem in Sigmarszell im Landkreis Lindau, ist bereits in den ersten 15 Tagen des Monats mehr Niederschlag gefallen als dort seit Messbeginn im gesamten Januar jemals gemessen wurde. Die Schneemassen hatten ihre Folgen: Lawinenabgänge, Straßensperrungen, Gebäudesperrungen und Schulausfälle. Mit welchen Herausforderungen und Gefahren die Allgäuer in der ersten Hälfte des Januars zu kämpfen hatten, erfahren Sie in diesem Rückblick. Lawinen: In der Oberallgäuer Gemeinde Balderschwang sind zwei Lawinen abgegangen. Der erste Lawinenabgang ereignete sich am frühen Sonntagmorgen, 13.01., zwischen Gschwend und Balderschwang. Durch die abgegangenen Schneemassen wurden aber zum Glück keine Personen verletzt und keine Gebäude beschädigt. Anders verlief es beim Abgang der zweiten Lawine am Montag, 14.01. Das etwa 300 Meter breite Schneebrett hat das Hotel Hubertus getroffen und Fenster eingedrückt. Verletzt wurde auch hier glücklicherweise niemand.  Der bayerische Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart hat sich in Balderschwang ein Bild von der Lage vor Ort nach dem Lawinenabgang gemacht: [video]https://vimeo.com/311295352[/video] Straßensperrungen: Wegen der Lawinengefahr, die im Allgäu zeitweise auf Stufe 4 erhöht wurde, und wegen Schneebruchgefahr wurden einige Straßen für den Verkehr gesperrt. So war der Riedbergpass mehrere Tage nicht passierbar. Auch die Verbindungsstraße zwischen Immenstadt und Missen war gesperrt. Ebenso zahlreiche andere Straßen im Oberallgäu.  Die Kleinwalsertalstraße musste wegen der starken Schneefälle gesperrt werden. Der Ortsteil Baad war vorübergehend nicht erreichbar: [video]https://vimeo.com/310358724[/video] Schulausfälle: Weil die Schulwegsicherheit der Kinder in den Allgäuer Städten und Ortschaften teilweise nicht sichergestellt werden konnte, fiel der Unterricht zeitweise aus. In Kempten und dem Oberallgäu fand zum Beispiel von Freitag, 11.01., bis einschließlich Dienstag, 15.01., kein Unterricht statt. Auch in den anderen Landkreisen blieben die Schulen für ein paar Tage geschlossen. Am Mittwoch, 16.01., wurde der Unterricht aber an allen Bildungseinrichtungen im Allgäu wieder aufgenommen. Gebäudesperrungen: Wegen der Schneemassen, die eine enorme Last für Flachdächer bedeuteten, mussten zahlreiche Gebäude im gesamten Allgäu sicherheitshalber gesperrt werden. Turnhallen in Kempten und Memmingen, sowie die Eissporthalle in Bad Wörishofen und die Kirche Acht Seligkeiten in Füssen wurden zeitweise geschlossen. Einige Dächer wurden auch von dem schweren Schnee befreit, wie hier die Bahnhofsgebäude in Oberstdorf und Immenstadt: [video]https://vimeo.com/310615120[/video] Zugausfälle: Nicht nur Straßen mussten wegen Schneebruch- und Lawinengefahr für den Verkehr gesperrt werden. Auch einige Zugstrecken waren wegen der Schneemassen nicht befahrbar. Zahlreiche Zugausfälle waren die Folge. Besonders betroffen waren die Strecke zwischen Immenstadt und Oberstdorf sowie zwischen Kempten und Reutte.  Einsatzkräfte des Winterdiensts, der Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste waren im Dauereinsatz, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Viel Lob und Dankbarkeit gab es dafür von den Allgäuer Bürgern und Behörden. Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker bedankt sich bei "allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz."  [video]https://vimeo.com/311070673[/video]
  3. Bildergalerie - Mit dem Neujahrsempfang zum Jahresbeginn bietet die Regionalversammlung Lindau-Bodensee Repräsentanten aus Wirtschaft, Verwaltung und anderen gesellschaftlichen Gruppen jährlich eine Austausch-Plattform. Am Donnerstagabend, 17.01., fand der diesjährige Neujahrsempfang in Lindau statt. Hier gibt es die Bilder von der Veranstaltung.
  4. KW3/2019 - In Balderschwang geht eine Lawine ab und trifft au ein Hotel,Allgäuer Doppelsieg für die Oberstdorfer Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek in der Nordischen Kombination und Füssener fühlen sich durch Räumfahrzeuge um den Schlaf gebracht.
  5. Winter - Das Gröbste in Sachen Schneeschippen scheint überstanden, jetzt kommt die Zeit, den Allgäuer Winter zu genießen. In den nächsten Tagen scheint ab und zu die Sonne, ansonsten bewölkt. Kleinere Schneefälle zwischendurch sind möglich, vor allem am Freitag und am Sonntag. Aber überwiegend bleibt es trocken. Die Temperaturen liegen übers Wochenende bei frostigen -5 bis -10 Grad in der Nacht, tagsüber um den Gefrierpunkt. Das Wochenende wird dementsprechend höchst wintersport-tauglich. Allerdings die dringende Empfehlung: Bitte verlassen Sie die offiziellen Pisten nicht, es besteht weiterhin Lawinengefahr.
  6. Tierischer Einsatz - Am Donnerstagvormittag ging telefonisch eine Mitteilung bei der PI Lindau ein, dass ein Schwan hilflos auf der Seebrücke umherirrt und nicht mehr ins Wasser findet. Der bereits geschwächte jüngere Schwan konnte von einer Streife der Wasserschutzpolizei mit Hilfe einer Decke eingefangen werden. Der Schwan hatte sich beim Versuch sich durch das Geländer der Seebrücke zu zwängen verletzt. Er wurde deshalb von der Streife zu einem Tierarzt gebracht. Warum der Schwan nicht mehr ins Wasser kam, konnten die Beamten nicht feststellen. Bereits am Dienstag haben Beamte der Wasserschutzpolizei Lindau einen Schwan gerettet.
  7. Illegal - Im Jahr 2018 hat die Bundespolizeiinspektion Kempten rund 2.000 Personen aufgegriffen, die versucht hatten unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Über die Hälfte dieser unerlaubt Eingereisten verweigerten die Bundespolizisten die Einreise. Die aktuellen Fälle aus dem neuen Jahr (1.- 16. Januar) zeigen, dass eine schnelle Zurückweisung teilweise nicht nur in die Nachbarstaaten Deutschlands, sondern auch auf dem direkten Luftweg ins Heimatland möglich ist. Am Mittwochmorgen (16. Januar) beendeten Lindauer Zollbeamte die Reise einer Serbin und übergaben die junge Frau an die Bundespolizei. Die 19-Jährige war mit dem Fernreisebus über die BAB 96 unterwegs in die Schweiz. Die Reisende war jedoch ohne erforderlichen Aufenthaltstitel unterwegs und hatte ihre erlaubte Kurzaufenthaltsdauer im Schengenraum bereits überschritten. Die Serbin musste 270,- Euro Sicherheitsleistung für die Rückführungskosten entrichten und bereits am gleichen Nachmittag wieder zurück nach Belgrad fliegen. Bereits am Samstag (12. Januar) haben Lindauer Bundespolizisten einen Albaner innerhalb von acht Stunden von der Grenze ins Flugzeug nach Tirana gebracht. Der 25-Jährige hatte versucht mit dem Fernreisebus über die BAB 96 unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Der Mann hatte seinen erlaubten visafreien Kurzaufenthalt im Schengenraum über Monate hinweg verlängert ohne im Besitz eines hierfür erforderlichen Aufenthaltstitels zu sein. Nachdem der Südosteuropäer eine Sicherheitsleistung von 840,- Euro hinterlegt hatte, ging es für ihn von München nach Tirana. Kemptener Beamte stoppten bereits am Tag zuvor (11. Januar) auf der BAB 7 einen Albaner, der mit einer Fahrgemeinschaft von Italien nach Deutschland reiste. Der Mann konnte keine Dokumente für seinen bereits länger andauernden Aufenthalt in der EU vorweisen. Nach der Zahlung von 650,- Euro Sicherheitsleistung ging der 30-Jährige nach nur 12 Stunden an Bord des Fliegers in sein Heimatland. Am Grenztunnel Füssen nahmen Kemptener Bundespolizisten (10. Januar) einen Ägypter vorläufig fest. Der 43-Jährige war mit Hilfe eines Schleusers zur deutsch-österreichischen Grenze gelangt und besaß keine Dokumente für seine Einreise nach Deutschland. Bereits in der Nacht zuvor stellten Bundespolizisten den Mann als Beifahrer in der Kontrollstelle an der BAB 7 fest und wiesen ihn aufgrund der unzureichenden Papiere nach Österreich zurück. Dieses Mal musste der Ägypter eine Sicherheitsleistung von 300,- Euro zahlen und noch am selben Abend auf den Flieger nach Kairo gehen. Die schnelle Heimreise mussten auch ein Serbe (4. Januar) und eine Moldauerin (8. Januar) antreten. Beide versuchten jeweils mit einem Fernreisebus über die BAB 96 unerlaubt einzureisen. Die zwei Businsassen hatten ebenso ihre visafreie Kurzaufenthaltsdauer um mehrere Monate unberechtigt überschritten. Der polizeibekannte Serbe hatte zudem 2015 und 2017 bereits Asylanträge in Deutschland gestellt, welche abgelehnt worden waren. Für den 63-Jährigen startete nur 15 Stunden nach der Grenzkontrolle und Zahlung von 150,- Euro das Flugzeug nach Belgrad. Die 21-jährige Moldauerin flog am folgenden Morgen nach Zahlung von 140,- Euro zurück nach Chisinau.
  8. Einsatz - Beamte der Wasserschutzpolizei Lindau haben am Dienstag einen Schwan gerettet. Das Tier hatte sich im Kleinen See in einer Leine verfangen, die zwischen einem Bootssteg und einer Ankerboje lag. Die Polizisten konnten sich dem Tier mit einem Schlauchboot nähern und das Tier befreien. Nach der Rettungsaktion übernahmen Mitarbeiter einer Tierarztpraxis den entkräfteten Vogel.
  9. Festnahme - Grenzpolizisten haben am Sonntagabend einen mutmaßlichen Schleuser auf einem Supermarktparkplatz in Lindau festgenommen. Der Afghane soll laut Polizeimeldung zwei türkische Familien (drei Erwachsene und zehn Kinder) illegal nach Deutschland gebracht haben. Zunächst hatten die Beamten einen verdächtigen Pkw mit schweizerischer Zulassung auf dem Parkplatz kontrolliert. Der Fahrer und sein türkischer Beifahrer konnten keine Papiere vorweisen, der schweizerische Aufenthaltstitel des Fahrers war abgelaufen. Daher nahmen die Beamten beide Männer vorläufig fest. Der türkische Beifahrer gab an, dass er und seine gesamte Familie nach Deutschland geschleust worden seien und sie nun auf dem Supermarktparkplatz auf ihn warteten. Die Grenzpolizisten entdeckten daraufhin auf dem Parkplatz die Ehefrau (34) mit drei Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren und ein Kleinkind sowie eine weitere türkische Frau (28) mit fünf Kindern zwischen vier und dreizehn Jahren und einem Kleinkind. Alle Personen besaßen lediglich türkische Ausweise, aber keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Ebenfalls in der Nähe hat die Bundespolizei dann noch einen Cousin des türkischen Familienvaters aufgegriffen. Der in Deutschland wohnhafte 38-Jährige sollte die Geschleusten offenbar abholen. Beide Familien sind jetzt in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Die drei Erwachsenen sind wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts angezeigt worden. Gegen den afghanischen Fahrer ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern. Die Beamten schoben ihn nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in die Schweiz ab.
  10. Einsatz - Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes Lindau haben am Samstag ein Pferd aus einer Güllegrube gerettet. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte von einem Tierarzt beraten und konnten das Pferd dann mit einem Kran aus der Grube retten. Nach Angaben des THW ist das Tier wieder wohlauf.
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